Sie haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt: Die Bilder von braungebrannten Bodybuildern, deren Körper von Muskelpaketen geprägt sind. Männer und Frauen scheinen gleichermaßen extreme Ergebnisse zu erzielen und so wundert es nicht, dass viele Hobbysportler, die nach langer Zeit (oder überhaupt zum ersten Mal) mit dem Krafttraining beginnen, schnell Veränderungen an ihren Körpern bemerken. Wer eigentlich nur ein bisschen fitter werden möchte, bekommt es hier oft mit der Angst zu tun: „Hilfe, meine Muskeln werden zu groß!“ Doch wie viel Muskelwachstum ist tatsächlich möglich bzw. „zu befürchten“? Wir liefern die Antwort.

Krafttraining allein macht noch keinen Bodybuilder

Wer einfach nur sportlich, fit und gesund seinen Alltag bestreiten will, möchte in der Regel keine übertriebene Muskelmasse, wie wir sie von Bodybuildern kennen. Vor allem Frauen, teilweise aber auch Männer, haben deshalb Bedenken Krafttraining zu betreiben, weil sie befürchten, zu muskulös zu werden.

Unterstützende Substanzen im Profi-Bodybuilding

Die Sorge, „überraschend“ und quasi „über Nacht“ zu viel unerwünschte Muskelmasse aufzubauen, ist unbegründet. Professionelle Bodybuilder nehmen in der Regel eine Vielzahl von das Muskelwachstum unterstützenden Nahrungsergänzungsmitteln zu sich um ihre extremen Ergebnisse zu erzielen. Das Spektrum reicht hier von harmlosen Eiweißshakes bis hin zu teilweise illegalen und stark gesundheitsgefährdenden Hilfsmitteln wie Anabolika oder Wachstumshormonen.

Krafttraining-Einsteiger haben einen Anfängervorteil

Wenn man mit dem Muskelaufbau beginnt, zum Beispiel weil man Fett verlieren möchte, erzielen Frauen und Männer in der Regel zunächst gleichermaßen schnelle Erfolge. Erste Kraftzuwächse resultieren aber vor allem aus besserer Durchblutung der Muskeln sowie aus gesteigerter Bewegungseffizienz, sobald unser Körper gelernt hat, wie er die Trainingsübungen richtig ausführt.

Schneller Muskelaufbau ist ein Mythos

Wer mit dem Krafttraining beginnt, aber keinen übertrieben muskulösen Körper zum Ziel hat, kann also aufatmen. Für alle anderen gilt es dranzubleiben und über einen längeren Zeitraum hart zu trainieren. Selbst wer einen optimalen Trainingsplan und auch seine Ernährung im Griff hat, macht nur langsam Fortschritte. Unter idealen Bedingungen (selbst mit Zuhilfenahme von Superfoods) können sich Frauen mit einem Muskelzuwachs von ca. 200 Gramm pro Monat glücklich schätzen. Im Vergleich dazu können Männern unter denselben Umständen mit etwa 650 Gramm rechnen.

Muskelaufbau braucht Zeit

Der Weg zum Traumkörper ist hart und erfordert Hingabe sowie stetiges Training – egal ob Functional Training oder nach der Fit-ohne-Geräte-Methode. Persönliche Ziele unterscheiden sich von Person zu Person. Zu schnelles und übermäßiges Muskelwachstum muss aber niemand befürchten bzw. kann man selbiges auf natürlichem Weg auch nicht erwarten. Dahingehende Vorbehalte sind also unbegründet.

 

Hast Du schon einmal gezielten Muskelaufbau betrieben? Erzähl uns in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen.

 

Foto © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de