Functional Training bedeutet in der Regel funktionell und alltagsbezogen zu trainieren und in Bewegungen zu arbeiten. Sehr ähnlich verhält es sich auch beim Yoga. In diesem Artikel erläutert Fitnesscoach Andrea Szodruch aus München die Benefits von Yoga und stellt Parallelen zu Functional Training dar.

Yoga – Mehr als nur „Ommm“

Viele denken bei Yoga zuerst an Meditation, extreme Dehnpositionen, Mantren und Entspannung. Da ist auch etwas dran, Yoga ist aber mehr als das.

Yoga bedeutet die Vereinigung von Körper, Geist und Seele. Beim Yoga konzentriert man sich nur auf die Atmung, die Bewegungen und sich selbst. Alles andere tritt in den Hintergrund. Durch diese intensive Fokussierung lernen der Geist und das Gehirn abzuschalten. Weg vom Alltag und mal an nichts denken außer an den Moment. Viel zu oft tut der Mensch mehrere Dinge auf einmal und doch nichts richtig. Yoga hilft dabei, sich wieder zu fokussieren und sich selbst wichtig zu nehmen.

Das ist allerdings nur ein Aspekt von Yoga.

Asanas – Die Körperübungen

Wie oben schon erwähnt, sind Bewegungen ein wichtiger Bestandteil von  Yoga. Diese Übungen werden Asanas genannt. Durch sie wird der ganze Körper gekräftigt und zugleich gedehnt. Beim Yoga arbeitet man nur mit dem eigenen Körpergewicht und führt dabei unterschiedlichste Asanas aus. Einige davon finden sich teilweise im Fitnesstraining wieder. Dazu zählen der Handstand, der Kopfstand, die Brücke und viele mehr.

So gesehen ist Yoga um die mentale Ebene erweitertes Functional Training.

Andrea Szodruch macht Yoga am Strand

Andrea Szodruch bietet in München personalisiertes Yoga-, Fitness- und Ernährungscoaching an.

Mentale Stärke aufbauen und mit Niederlagen besser umgehen durch Yoga

Die mentale Ebene wird heutzutage immer wichtiger, denn der Leistungsdruck steigt mehr und mehr. Egal ob im Job, im Freizeit- oder Leistungssport: Wir wollen immer mehr. Schneller, höher, weiter. Früher oder später meldet sich aber der eigene Körper und sagt: „Stop, so nicht!“ Dann ist der Tag X erreicht, an dem man sich eine Verletzung eingefangen oder einen mentalen Einbruch erlitten hat, weil man dem Stress nicht mehr gewappnet war.

Deshalb ist es besonders wichtig, eine gesunde Mischung zu finden. Auspowern, Gas geben und immer besser werden ist schön und gut und lässt den Stress so manches Mal vergessen. Hierfür muss aber ein Gegenpol geschaffen werden, um den Körper in Balance zu halten.

Dafür genügt schon einmal pro Woche eine Stunde Yoga oder vor/nach jeder Trainingseinheit einfach ein paar Minuten nur dazusitzen oder -liegen und in den Körper „hineinzuspüren“. Dieses Spüren kann vor so mancher Verletzung bewahren, denn dadurch merkt man viel früher, ob irgendwo im Körper etwas nicht stimmt. Wer sich nie die Zeit nimmt bewusst zu spüren darf sich nicht wundern, wenn irgendwann überraschend Schmerzen auftauchen. In der Regel kündigen sich diese nämlich immer langsam an. Man muss sie nur rechtzeitig wahrnehmen.

Yoga als Unterstützung beim Krafttraining

Für viele klassische Krafttrainingsübungen muss man eine gewisse Beweglichkeit mitbringen, wie z.B. bei der Overheadsquat. Vielen mangelt es aber an dieser Beweglichkeit und sie bekommen die Gewichtstange erst gar nicht dahin, wo sie hin soll. Dabei ist aber oft nicht die fehlende Kraft der entscheidende Faktor sondern eben die Beweglichkeit. Wenn diese Beweglichkeit regelmäßig trainiert wird, verbessert sich die Technik der einzelnen Übungen in kürzester Zeit immens und man hat automatisch auch mehr Power beim Training.

Yoga hat zahlreiche Vorteile

Wie oben erwähnt bietet Yoga zahlreiche Vorteile. Zusammengefasst sind diese Entspannung bzw. Ausgleich von Anspannung, mentale Stärke um besser mit Niederlagen umgehen zu können sowie verbesserte Übungsausführung und damit einhergehende, größere Trainingserfolge. Nicht zuletzt sind auch die Verletzungsprophylaxe sowie verkürzte Reaktionszeiten Vorzüge, die bei regelmäßiger Ausführung von Yoga-Übungen zu beobachten sind.

Es lohnt sich also, sich etwas genauer mit Yoga auseinanderzusetzen oder das eigene Training zumindest um die eine oder andere Yoga-Einheit zu ergänzen.

 

Hast Du Yoga schon einmal ausprobiert? Hast auch Du den einen oder anderen der oben genannten Vorteile für dich entdeckt? Erzähl uns davon in den Kommentaren.